Ewigkeit fällt in die Zeit

Ein inszeniertes Pop-Oratorium...

...das für ein aufgepäppeltes Nachmittagskonzert am Ewigkeitssonntag in einer alten, schummrigen Kirche sorgt?

...das sich endlich esoterischen Wahrheiten stellt und erfrischend, erleuchtend von Reinkarnation und Wiedergeburt handelt?

...das als musikalisches Event zur Finanzierung von Kirchturmuhren beitragen will?

...sorry - nein, sondern...

...das anlässlich der Jahrtausendwende von namhaften neuzeitlichen Komponisten, wie Helmut Jost, Johannes Nitsch, Ruthild Wilson, Christoph Zehender u. a. getextet und arrangiert wurde und

...das einen ehrlichen Blick in die "ewige Geschichte" von Gott und Mensch wirft, so wie sie im Buch der Bücher geschrieben steht - mit der Gewissheit, dass eben diese Geschichte heute weiter wirkt.





Durch 3 verschiedene "Zeitabschnitte" geht es mit fetzigen und ruhigen Rhythmen in nachdenklichen Liedern. Dabei werden verschiedene Stationen ausdrucksvoll lebendig:

"Aus Liebe geträumt und ins Leben gerufen" - so beginnt der erste Zeitabschnitt mit der Schöpfung: von Gott kommt alles, zu ihm kehrt alles zurück. Gott ist zum Greifen nah, dennoch so fern, handelnd durch Propheten un an einem ganzen Volk. Geschichten im Licht von Sklaverei und Freiheit, Traum und Wirklichkeit, Sehnsucht und Erfüllung.

"Jesus Christ Superstar" - der zweite Abschnitt erzählt, singt, tanzt von Gottes Sohn. Mit dem Flair von "Flower Power" wird hier die Euphorie über Wunder, Heilungen, Lebenserweckung spürbar. Doch: wer Liebe lebt, muss mit dem Tode rechnen. Wieder fällt ein Korn der Ewigkeit in die Zeit, denn "kein Tod kann den halten, der Leben erhält".

Und dann beginnt die Zeit der Kirche - eine Zeit zwischen Macht und Liebe. Bilder vom herrschenden, sich selbst erhöhenden Menschen verdrängen und verdrehen Gottes Botschaft. Sein Geist kann in uns wieder lebendig werden, uns wahrhaftig lebendig machen. Wenn wir uns auf ihn einlassen, dann "fällt Ewigkeit neu in die Zeit".