Detmold (ba). Vor zehn Jahren ging alles los. Damals schloß
sich ein bunter Trupp Jugendlicher der katholischen Heilig Kreuz-Gemeinde
auf Initiative des damaligen Vikars Markus Jacobs zusammen. um als Vorsänger
und –sängerinnen (Schola) Gottesdienste musikalisch mitzugestalten.
Hauptsache war der Spaß am Singen, an neuer Gemeinschaft und das
Einführen neuer geistlicher Lieder in den Gottesdienst. Nach einiger
Zeit übernahm Susanne Taubert die Leitung dieser „Jugendschola“ -
als jetzige Frau Kampel hat sie heute noch die Leitung der Gruppe inne.
Das Engagement dieser kleinen Schola zog bald neue Mitglieder an. Ein richtiger
Chor entstand. der begleitenden Gitarre folgten E-Piano, Flöten, Baß,
ab und zu sogar Schlagzeug, Saxophon, Klarinette oder Geige.
Auch wenn Vikare und Pfarrer wechselten, das Selbstverständnis
der Jugendschola blieb. Viele Mitglieder wechselten aus beruflichen Gründen
den Wohnort. kehrten zu den Proben aber treu nach Detmold zurück:
»Manche sogar nach der Heirat mit ihren jeweiligen Partnern«,
lacht Gemeindereferentin Annkathrin Tadday, die natürlich auch mitsingt,
»heute sind schon richtige kleine Familien dabei!«.
Die Zeit bringt jedoch viele Veränderungen mit sich. Die Jugendschola
trat nicht mehr nur im Gottesdienst auf, sondern auch bei ökumenischen
Veranstaltungen, Jubiläen, Hochzeiten oder Gemeindefesten.1993 konnte
eine Cassette aufgenommen werden. Im vergangenen Jahr ließ die Jugendschola
mit ihrer musikalischen Revue »Bartolomé de las Casas«
bei Aufführungen in Detmold, Lemgo und Dortmund aufhorchen. Längst
haben sich nicht nur die Auftrittsorte und –anlässe geändert.
Aus den Jugendlichen sind Erwachsene geworden: »Wir werden uns also
ein Stück verabschieden und unseren Platz den heutigen Jugendlichen
der Gemeinde räumen«, so Annkathrin Tadday. Natürlich bleibt
die Gruppe beisammen, dann aber unter einem neuen Namen.
16 Sängerinnen und Sänger gehören heute zum Stamm des
Chors, der bei Bedarf durch Freunde und Freundinnen mit Schauspiel, Tanz
und Technik ergänzt wird. Was die Gruppe im Repertoire hat, stellt
sie aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehens am kommenden Wochenende
vor. Beim Konzert am Samstag (14. Juni) erwartet die Besucher unter dem
Motto »Wandlungen« ab 20 Uhr eine eigens zusammengestellte
Revue, in der so manche »Wandlung« in Gesellschaft, Kirche,
Glaube und Gemeinde besungen, gespielt oder getanzt wird. Am Sonntag gestaltet
der Chor ab 11 Uhr den musikalischen Festgottesdienst in der Kirche am
Schubertplatz besonders mit.
Quelle: Lippe aktuell, 11. Juni 1997
|